Kultur- und Naturerlebnisse für abwechslungsreiche Ferientage
Tipps für Spätsommer und Herbst im Tessin

Land: Schweiz

Kultur- und Naturerlebnisse für abwechslungsreiche Ferientage
Titelbild: © Ticino Turismo-Foto Milo Zanecchia
Das Tessin lockt mit spannenden Angeboten zu einem Besuch im Spätsommer und Herbst in die Sonnenstube der Schweiz: Kunsthandwerkern über die Schulter schauen, Wandern mit Fotokurs verbinden, den südlichsten Zipfel der Schweiz entdecken und zusätzliches Urlaubsbudget erhalten, eine Nacht im Zelt hoch oben auf der Via Alta Vallemaggia verbringen, ein Ausflug in der von Mario Botta entworfenen Seilbahn auf den Hausberg von Locarno unternehmen, mehr über die Hungertürme bei Bellinzona erfahren, die Almwege und ein Kastanienfest auf dem Monte Lema besuchen und dabei innerhalb der Schweiz bequem mit der Bahn anreisen, ohne das Gepäck selbst schleppen zu müssen.

Kunsthandwerkern im Tessin über die Schulter schauen
Kunsthandwerk spiegelt die Traditionen der Region wider und schafft zum Beispiel Werke aus Keramik, Holz, Marmor, Textil oder Wolle, die sich als Dekoration oder auch als Mitbringsel aus den Ferien eignen. Das Tessin hat eine starke Handwerkstradition. Warum also nicht lokale Künstler besuchen und ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Neuerdings hat die Tessiner Vereinigung Aticrea (Associazione Ticinese Artigiani Artisti) dafür auf ihrer Website die Handwerker gelistet, welche die Möglichkeit bieten, Besuche bei ihnen zu buchen. Dort finden sich unter anderen Maler, Schmuckdesigner, Gitarrenbauer, Bildhauer, Glasbläser, Textildesigner oder Schumacher. Ebenfalls angegeben ist, in welcher Sprache die jeweiligen Besuche durchgeführt werden können.
ticino.ch/handwerk

Wanderferien mit Fotokurs in den Tessiner Alpen
Auf einer Höhe von über 1.800 Metern warten in der Region Ritom-Piora 20 Bergseen, romantische Almen und aussichtsreiche Gipfel. Gemeinsam mit dem Magazin Outdoor bietet Ticino Turismo in dieser Umgebung einen Workshop mit einem renommierten Outdoor-Fotografen an - für alle, die gerne aktiv in den Bergen unterwegs sind und gleichzeitig Tricks und Infos zur Landschaftsfotografie erlernen möchten, um bessere Bilder mit nach Hause zu bringen. Tagsüber wandern die Teilnehmer mit dem Profifotografen und einer Bergführerin von Fotospot zu Fotospot, zwei Nächte verbringen sie in der urigen Berghütte Cadagno. Auf 1.987 Metern gelegen, ist sie ein idealer Ausgangspunkt für Fotografen und Wildbeobachter. Am Samstag geht es dann weiter zur auf 2.570 Metern gelegenen Capanna Cadlimo – bekannt für Steinbocksichtungen. Buchbar ist der Fotokurs (geeignet für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene) über den Aktivreiseveranstalter Eurotrek. https://www.eurotrek.ch/de/reiseziele/schweiz/tessin

Scopri il Mendrisiotto – den südlichsten Zipfel der Schweiz entdecken
Wer noch eine Idee für die Ferien sucht, der sollte das Mendrisiotto in Betracht ziehen, denn es lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Nirgends ist die Schweiz italienischer als in ihrem Südzipfel. Die lichterfüllte Landschaft des Mendrisiotto wird auch oft mit der Toskana verglichen. Im Osten wird sie durch den Monte Generoso begrenzt, im Westen durch den Monte San Giorgio, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Uralte Kirchen, romantische Dörfer und lauschige Grotti laden im Mendrisiotto zu Entdeckungstouren ein.

Eine Nacht für zwei im Zelt auf der Via Alta Vallemaggia
Die Via Alta Vallemaggia zählt zu den interessantesten Wandertouren in den Tessiner Alpen. Oberhalb des Maggiatals, abseits des hektischen Lebens, geht es über Grate und Gipfel auf alten Tier- und Hirtenspuren der Almwirtschaft von Hütte zu Hütte. Die Wanderung bietet viele landschaftliche Höhepunkte wie beeindruckende Felswände und kleine spiegelnde Bergseen, die Überreste der Eiszeit sind. Wer die Übernachtung im Zelt der alpinen Berghütten vorzieht, dem bieten Hütten entlang der Via Alta Vallemaggia diesen Sommer die Möglichkeit, statt dem Hüttenlager eine Nacht in einem Zelt der Marke The North Face zu verbringen. Die Übernachtung im Zelt für 1-2 Personen kostet so viel wie ein Schlafplatz in der Hütte und muss im Voraus bei der gewünschten Etappenstation gebucht werden. Für das Erlebnis ist lediglich ein eigener Schlafsack mitzubringen, dann steht dem Abenteuer unterm Sternenhimmel nichts mehr im Wege.
https://www.viaaltavallemaggia.ch/

Die Bergbahn zu Locarnos Hausberg Cardada
Die moderne Seilbahn von Orselina bringt die Passagiere in nur fünf Minuten auf 1.340 Meter. Gebaut wurde die Kabinenbahn Orselina-Cardada im Jahr 2000 nach Plänen des Tessiner Stararchitekten Mario Botta. Schon während der Bergfahrt ist das Panorama aus der Glaskabine ein Erlebnis. Von Cardada aus führt eine 2er Sesselbahn nach Cimetta (1.670 Meter). Oben angekommen bietet der Hausberg von Locarno gleichzeitig eine Aussicht auf den tiefsten Punkt der Schweiz, den Lago Maggiore, und mit der Dufourspitze auch auf die höchste Erhebung des Landes. Neben der Bergbahn von Mario Botta war die landschaftsarchitektonische Neugestaltung durch Paolo Bürgi Teil der Neupositionierung. Weitere Projekte wie ein Spielspazierweg, ein Aussichtssteg, eine geologische Beobachtungsstation, ein MTB-Trail, Paragliding, ein Reflexzonenpfad sowie verschiedene Restaurants machen Cardada heute zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Tessins, das neben der Aussicht viel Abwechslung für alle Generationen bietet. 
https://www.cardada.ch/de

Lehrpfad zu den «Fortini della fame» von Camorino
Oberhalb von Camorino stehen fünf zylinderförmige Türme (Ai Scarsitt, Ai Munt, Ala Pélera, Al Sass del Camosc und Al Pian di Bur), die sogenannten «Fortini della fame», auf Deutsch Hungertürme genannt.  Der Besuch dieser historischen Gebäude ist ein spannender Schritt zurück in die Vergangenheit, in eine für das Tessin schwierige und turbulente Epoche. Sie sind der Rest einer nie benötigten Festungsanlage, die ab dem Jahr 1853 errichtet wurde, um die Alpenpässe gegen Angriffe aus dem Süden zu verteidigen. «Fortini della fame» heissen sie, weil im Tessin damals viele Menschen Hunger litten. Ihr Bau gilt als eines der grössten Arbeitsbeschaffungsprogramme der italienischen Schweiz und sorgte damals in bedeutendem Umfang für die Beschäftigung von ca. 500 Tessinern. Heute gelten die charakteristischen Bauten als Ausflugsziel mit einem wunderschönen Ausblick auf die Magadinoebene bis hin zum Lago Maggiore. Ein fünf Kilometer langer Naturweg, ausgestattet mit Wegweisern und Informationstafeln führt durch die Weinberge und Wälder oberhalb von Camorino und eignet sich für all jene, die inmitten herrlicher Natur ein paar Stunden der Ruhe und Entspannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart verbringen möchten. Die zweistündige Wanderung kann beliebig verlängert werden, beispielsweise indem man bereits beim Bahnhof von Giubiasco zu einem Rundweg startet.
https://www.ticino.ch/it/hike/details/59614690.html

Unterwegs auf den Almwegen des Monte Lema
Ab dem Dorf Miglieglia geht es per Seilbahn hoch auf den Monte Lema (1.624 Meter). Vom Gipfel des Berghangs starten fünf Wanderrouten unter dem Titel «Via degli Alpeggi». Die zweieinhalb bis vierstündigen Wanderungen führen über die Almwege hinunter ins Malcantone, vorbei an den Alpbetrieben der Region, gesäumt von Kastanienhainen und Buchenwäldern. Unterwegs trifft man auf Ziegen, Pferde, Kühe und schottische Hochlandrinder, die an den Hängen des Monte Lema weiden. Während der Wandersaison werden hier gastronomische Ausflüge angeboten. Z.B. Nach dem Treffen an der Talstation der Seilbahn Monte Lema und Auffahrt zum Gipfel des Aussichtsbergs, geht es gemeinsam mit einem Tourguide auf der Route 2 den Berg hinunter. Etwa bei der Hälfte des Abstiegs liegt die Alp Casera auf 970 Metern. Anschliessend geht es auf alten Saumwegen mit Trockenmauern weiter hinunter zum Ausgangspunkt der Tour. Die Anmeldung und weitere Informationen gibt es unter https://lemamountain.ch/

Gepäcktransport innerhalb der Schweiz bei der Bahnanreise ins Tessin
Ab sofort beteiligt sich das Tessin mit 31 Hotels am Gepäck-Special der Schweizer Bundesbahnen (SBB). So können Gäste an einem beliebigen Ort in der Schweiz und in Liechtenstein ihr Gepäck abholen lassen und ins Hotel am Ferienort liefern lassen – inklusive Rücktransport. Die Anreise in die Schweizer Sonnenstube erfolgt bequem und klimafreundlich mit der Bahn, ohne die Koffer selbst schleppen zu müssen.